RenovationBj 1980, Asbestgefahr?

säntisblick

New member
Hallo zusammen

Kann man vor dem Kauf eines EFH anahnd des Baujahres (1980) abschätzen, wie gross die Gefahr ist, dass Asbest verbaut wurde?

Verboten wurde Asbest ja erst 1989. Von Interesse wärs, infolge allfälligem Umbau/Sanierung in Eigenregie bei Novilonböden, Badezimmerplättli (Boden und Wand) und restlichem Plattenbelag indoor.

Hat jemand Erfahrung und weiss über Ausbau- und Reinigungskosten Bescheid?

Badezimmer 2 x 4 m2, Novilon ca. 15 m2, restliche Platten ca. 40 m2.

Freundliche Grüsse

Säntisblick

 
Salü

Im 80er Bau kann noch einiges verbaut sein. Unter www.suva.ch findest du viele Infos darüber, wo überall Asbest aber auch andere Gifte wie Pcb verbaut wurden.

 
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Lieber Säntisblick

Das kann man herausfinden. Aber: Zum Sicher sein, muss man Proben ins Labor geben. Als nächstbester Schritt hilft eine Begehung mit einem Fachmann.

Novilon: Da hätte ich im Kleber weniger Angst.

Zusätzlich: Isolatinsplatten von Heizungstüren; Fensterkitt; Elektroinstallationen (Tableau, Dichtungen,) Brandschutzmatten bei Leitungsdurchführungen,

Bin kein Fachmann.

Haba

 
Hallo zusammen

Kann man vor dem Kauf eines EFH anahnd des Baujahres (1980) abschätzen, wie gross die Gefahr ist, dass Asbest verbaut wurde?

Verboten wurde Asbest ja erst 1989. Von Interesse wärs, infolge allfälligem Umbau/Sanierung in Eigenregie bei Novilonböden, Badezimmerplättli (Boden und Wand) und restlichem Plattenbelag indoor.

Hat jemand Erfahrung und weiss über Ausbau- und Reinigungskosten Bescheid?

Badezimmer 2 x 4 m2, Novilon ca. 15 m2, restliche Platten ca. 40 m2.

Freundliche Grüsse

Säntisblick
Hallo an dir! Das ist wirklich sehr gefährlich mit Asbest zu tun haben.  Ich glaube auch, dass du  die Proben ins Labor geben muss. Ich verputzte zu Hause meine Badezimmer mit Tadelakt  LINK ENTFERNT . Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinen Problemm!

Bis bald

 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo Säntisblick

Ich habe mich ebenfalls mit dem Thema eingehend auseinandergesetzt und vor dem Kauf einen Fachmann zu einer Expertise bestellt, die etwa CHF 600.- gekostet hatte.

Die Verkäufer waren einverstanden mit der Prüfung, die ich selbst bezahlt hatte.

Asbesthaltig waren natürlich die offensichtlichen Eternitprodukte (Sicherungskasten, Heizungsisolation) und viele Eventualitäten (Fenster-Kitfugen, Kleber unter dem Novilonboden im UG, Mörtel hinter den Badezimmer-Plättli, Dacheindeckung, da Alter unbestimmt).

Das Holzhaus hatte aus der Mitte des letzten Jahrhunderts eine "Zentralheizung" auf der Basis Heissluft, d.h. die im UG produzierte Heissluft stieg per Eternit-Rohrsystem in das EG und OG.

In der Phase des Umbaus hatte ich zum grössten Teil die Rohre und Platten selbst entfernt. Mit viel Schmierseifenwasser eingesprüht, mit Atemschutz und vorsichtig wie ein Chirurg Rohrstück um Rohrstück demontiert, sofort in Plastiksäcke verpackt und luftdicht zugeklebt, Handschuhe, Atemschutz mitentsorgt etc.

Ich muss sagen, im Nachhinein machte ich etwas viel Hysterie darum. Die Asbestfasern im Eternit sind gut gebunden und verteilen sich nicht einfach in der Luft, wenn man das Zeug ruhig voneinander nimmt, nicht bricht oder gar bearbeitet.

Schau mal auf den Recyclinghöfen in das Inertstoffabteil: da werden Eternitprodukte einfach hineingeschmissen.

Tatsächlich musste ich bei der Anlieferung meiner zugeklebten Säcke alles wieder auspacken. Der Arbeiter schmiss die Enternitrohre in die Mulde, wo sich des Weiteren Tontöpfe und Glastische anhäuften und knallte schliesslich Betonziegelsteine obendrauf, damit der ganze Haufen platt wurde und es wieder Platz herrschte in der Mulde.

Das war grotesk und er meinte, die Dachdecker werften die Eternitziegel ja auch noch immer vom Dach direkt runter in die Mulden. Das ist natürlich verboten und dumm - es gibt also grosse Unterschiede im Umgang mit asbesthaltigem Material. Aber man sollte da sinnvoll abwägen, welcher Einsatz angezeigt und notwendig ist.

Spezialisten mit Unterdruckgeräten, Spezialfiltern und Spezialanzügen, hermetischem Abdichten von ganzen Räumen mit anschliessender Reinigung mit Spezialstaubsaugern ergibt eine sehr saftige Rechnung beim Entfernen von Asbest-Produkten und dieser Aufwand ist wohl nicht in jedem Fall angezeigt.

Verstehe meine Schilderungen als die eines Laien und niemand soll mich darauf behaften - jeder und jede ist selbst verantwortlich für eine genaue Abklärung der Gefahrenslage und der Einhaltung des korrekten Vorgehens. Ich meine aber auch, dass man die Sache aus lauter Panik auch überbewerten kann.

Proben lassen sich einschicken per Post und man erhält sehr rasch Bescheid über die Zusammensetzung und ob Fasern gut oder lose gebunden sind etc.

Adressen findest du auch bei der SUVA und wohl auch sonst im Internet.

 
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Herzlichen Dank für eure Antworten!

Ich sehe, die Gefahr ist zwar allgegenwärtig bekannt, aber scheinbar wird das Risiko von vielen Handwerkern noch (zu) oft ignoriert.

 
Hab den falschen Beitrag erwischt. Daher wieder gelöscht

 
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