Vorgehen Hausprojekt (Prioritäten)

andy71

Mitglied
Liebe Hausbauer

Das ist mein erster Beitrag, obwohl ich schon lange "passiv" dabei bin. /emoticons/default_ohmy.png

Wir haben ein Hausprojekt, aber noch keinen Architekten, geschweige denn das geeigntete Bauland! Das einzige, was steht ist das Haus in unserem Kopf... Dann haben wir auch noch ein Haus, das wir natürlich noch "loswerden" müssten, sobald mal etwas da ist, was uns überzeugt. Es gibt also einiges zu koordinieren.

Meine Frage zielt aber auf das Budget: wie sollen wir am besten vorgehen

- zuerst ein Projekt "suchen", also einen Architekten beauftragen, unsere Wünsche zu konkretisieren und in Zahlen auszudrücken? Das hätte den Vorteil, dass man etwa abschätzen kann, wieviel Geld noch für das Land übrigbleibt, man kann die Suche also einschränken.

- Oder genau umgekehrt vorgehen: erstmal ein Stück Bauland suchen, das uns gefällt, dieses kaufen und dann schauen, wieviel von unseren Traumhaus noch übrigbleibt dafür?

In beiden Fällen hab ich ein wenig die Befürchtung, dass wir uns zu fest einschränken müssen, weil dann ein Anteil des Budgets definiert ist und der Rest sozusagen das Handeln bestimmt.

Noch zum Haus: wir wollen ein Minergie-, evtl. sogar Minergie-P Haus bauen, viel Holz, eher gehobener Ausbau, gute Qualität, so um die 180m2 Wohnfläche. Kann man da eine Aussage machen, was ein solches Projekt kosten kann, unabhängig vom Standort? Ich weiss, dass man Zahlen in der CH etwas zurückhaltend ist, aber es kann ja auch nur annähernd sein.

Vielen Dank für Eure Antworten! /emoticons/default_smile.png

andy

 
Hallo Andy

Also, es gibt da aus meiner Sicht einen pragmatischen Ansatz und der heisst: Mit mehreren Banken durch offenlegen aller Finanzen das Maximum mögliche (und gesund tragbare) ausloten. Das ergibt das Gesamt-Budget. Danach sucht man sich (z.B. bei Renggli) das passende (oder passend gemachte) Minergie oder Minergie-P Haus aus. Die Differenz aus Budget und Haus steht dann für den Landkauf zur Verfügung. Hier kann man dann natürlich spielen mit der Parzellengrösse und der Gemeinde, wo das Projekt zu stehen kommt.

Das war dann zumindest unser Vorgehen diesbezüglich.

Viel Spass

p_isler

 
Hallo andy

P_isler hat den weg grob aufgezeichnet. Was aber nicht vergessen werden darf, sind die Bau-Nebenkosten - Anschlussgebühren, Umgebung, Baustelleneinrichtung, etc. Das ergibt dann schnell einmal 100k bis 150k. Das Problem dabei ist, dass die Kosten nicht generell gerechnet werden könne, da je nach Gemeinde verschiedene Ansätze gelten. Ebenfalls nicht vernachlässigen darf man die Architekturkosten (ca. 10 - 15%)

Ihr habt ja schon ein Haus, da lohnt es sich den Wert genau zu ermitteln, am besten durch einen Fachmann. Das kostet zwar auch etwa 1500.00 CHF, aber das ist gut investiertes Geld. Das erleichtert dann die Verkaufsverhandlungen ungemein.

Gruss Stetson

 
Anhand von Referenzobjekten erkennt ihr schnell mal, wie teuer euch euer Wunschhaus ungefähr zu stehen kommt. Kontaktiert doch mal ein paar Architekten/GU's für ein erstes Gespräch. Eure Wünche ohne effektive Bauparzelle zu konkretisieren macht in meinen Augen wenig Sinn (resp. ist Kostspielig). Je nach Gegebenheit müssen Hanglage, Zufahrt, Eingang usw... berücksichtigt werden, was in euren Plänen berücksichtigt werden muss.

 
vielen Dank für eure schnellen Antworten! /emoticons/default_smile.png

@p_isler: Renggli gefällt mir vom Stil her ganz gut. Können die einem eine Richtpreisangabe machen, wenn man relativ konkrete Vorstellungen hat, so auf 25'000 Franken genau? Das war ja das eine Vorgehen, das ich angesprochen habe, ich fürchte einfach, dass wir dadurch dann plötzlich in der Wahl des Baulands eingeschränkt sind. Oder man setzt sich halt von Anfnag an eine klare Grenzen; z.B. Grundstücke über 400'000 schauen wir gar nicht erst an usw. /emoticons/default_biggrin.png

@Stetson: unser Haus haben wir zum Festpreis gekauft, es ist teil einer REFH-Siedlung, da war sozusagen alles mit drin. Ich nehme doch an, dass ein Architekt diese Bau-NK in sein Angebot miteinkalkuliert? Was unseren Hausverkauf betrifft, werden wir eine Schätzung wohl erst vornehmen, wenn es soweit ist, das kann durchaus noch 2-3 Jahre dauern.

@rman: das Argument betreffend Ausrichtung, Zufahrt usw. überzeugt mich. Ich sehe halt einfach das timing nicht so plastisch. Das Baulandangebot ist (hoffentlich!) eines Tages da, aber dann sollte man 1. zuschlagen (können), d.h. liquid sein, 2. einen architekten gefunden haben, der das traumhaus finanzierbar realiseren kann und 3. das alte haus möglichst schnell möglichst gut verkaufen... /emoticons/default_additional/77.gif wie bringt man das nur auf die reihe, ohne dabei unmengen geld zu verlochen?

andy

 
Es gibt auch die Möglichkeit, sich Bauland reservieren zu lassen. Dabei zahlst du bei der Reservation einen bruchteil des vereinbahrten Landpreises. Solltest du dann immer noch abspringen, ist deine Anzahlung verloren, sollte sich der Verkäufer mit der Zeit anders entscheiden, erhältst du eine Konventionalstrafe (schwacher Trost, ich weiss...).

Aber so könntest du deine Wunschparzelle reservieren und in aller Ruhe mit der Planung des neuen Hauses beginnen (Ausrichtung, Zufahrt usw... sind dann ja gegeben). Je nach Nachfrage wirst du das bestehende Haus ja auch nicht von heute auf morgen verkaufen können.

Also mein Tipp:

- Finanzierung im Groben mit Hausbank klären

- Referenzobjekte (mit den entsprechenden Kosten) studieren

- Baulandsuche

> Und immer schön auf dem Teppich bleiben. Lieber am Schluss noch ein paar Tausender übrig haben (für Möbel usw....) als überall zu knapp zu kalkulieren.

 
Tja das ist halts chon die quadratur des Kreises - aber normalerweise gehen Immobiliengeschäfte nicht in 3 Wochen über die Bühne. Vor allem die Problematik des Verkaufs das alten Hauses oder der Eigentumswohnung ist so ein Problem. Niemand will 2 x Hypozins bezahlen wenn er am Bauen ist. Auf der anderen Seite dauert so ein Bau ja 6-12 Monate und in der Zeit sollte sich das alte Haus / die Wohnung verkaufen lassen. Das Land kann man ja schon mal mit dem Eigenkapital kaufen (natürlich abgesprochen mitd er Bank) und man nimmt dann eigentlich erst beim Bauen die Hypothek auf. Also Haus 800k - davon Land 200k - so viel Eigenkapital must du ja sowieso haben.

 
Hoi Andy

Wir haben mit Renggli gebaut. Die Kostenschätzung stimmt sehr genau mit dem Endergebsnis überein, aber man muss auch sagen, dass wir keine auf der Baustelle Einkäufer sind, d.h. nach der Bemusterung eigentlich grosso modo mir nur wenigen Korrekturen/zusätzlichen Wünschen noch gekommen sind.

Wichtig ist vor allem, dass bei Renggli alles einkalkuliert wurde, vor allem im Bereich der offenen Abrechnung erlebten wir so keine Überraschungen, rund um Gebühren usw.

Sorry fürs einmischen ;-).

Wünsche dir auf jeden Fall viel Glück bei der Suche nach deinem Traumhaus, das zu dir/euch passt.

Gruss

Frau von 22gradwest

 

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