Teilzeitarbeit

ich habe übrigens eine kollegin, die meine oben beschriebene lösung wie folgt umsetzt: sie hat einen 90%-vertrag und arbeitet nur an vier tagen - das wird vom arbeitgeber in der regel gut akzeptiert...

 
aber achtung: es kann euch passieren, dass eine solche regelung während 5 jahren super funktioniert bis zu einem chefwechsel - da könnt ihr dann schon mal rausgemobbt werden, weils der lieben neuen chefin nicht passt... ihr merkt, ich spreche aus persönlicher leidvoller erfahrung /emoticons/default_icon/wink.gif
Es ist halt leider immer noch so, dass viele Chefs nicht verstehen, dass sich die Zeit wandelt und immer mehr Väter ihre Prioritäten verlagern. Meist sind es auch eingefahrene Alibi-Ausreden, die ein Umdenken in Firmen verunmöglichen.

Mein Motto: Selbst anpacken! Also selbst Chef werden - dann kann man all die Dinge einführen, die man von einem Chef je erwartet hat, aber nicht erhalten hat.

Meine Frau und ich hatten das gemacht und uns einen Geschäftsführerposten 50/50 geteilt. Leider war das Projekt sehr anstrengend, weil wir in privaten Dingen (Kinder, Haushalt und Tiere) und geschäftlichen Dingen immer 100/100 dabei waren. Ausserdem mussten wir erfahren, dass zwar Chef sein schön und gut ist. Aber wenn ein VR darüber steht, ist es halt wichtig zu wissen, dass es auch dort Leute gibt, denen solch moderne Modelle ein Dorn im Auge ist...

Also nächster Schritt: Ganz Chef sein, sprich eigene Firma gründen. Damit verfällt man allerdings durch den enormen Aufwand wieder zurück ins klassische Modell. Nur - muss das immer ein Nachteil sein? Manchmal hilft es auch, eigene Ansichten und Modelle zu ändern und Neues zu wagen.

Nur eines möchte ich mir in 20 Jahren nie sagen lassen: "Er war ja nie da, wenn man ihn brauchte." Und wenn man etwas kreativ ist, kann man diesen Spruch in jedem Modell verhindern.

 
lieber proinnsias

danke für deine aufmunternden Worte... tatsächlich hab ich mir auch schon überlegt, mich selbständig zu machen - mit dem Nachteil des grossen finanziellen Risikos.

Es bleibt in meinem Köcher - und dank dir bin ich weiter ermutigt, diese Idee weiter zu verfolgen...

 
Hallo zäme,

ich arbeite auch Teilzeit 80%.Meine Frau arbeitet 50%. Als ich den Job angenommen habe war ich noch nicht Vater. Ich habe aber schon beim Bewerbungsgespräch gefragt ob sie sich vorstellen könnten mich 80% arbeiten zu lassen wenn ich mal Vater bin.Dies war kein Problem als es dann soweit war.

Wir haben zwar durch diese Situation finanzelle Probleme, aber wir sind lieber ein bisschen sparsamer und sehen unseren Sohn aufwachsen.

Das Model 80-50% hat aber auch seine tücken.

Beide haben das Gefühl verantwortlich zu sein.Erziehung, Haushalt etc.

Alles ist halt aufgeteil.Was zu mehr Diskusionen führt als wenn jemand 100% arbeitet und der andere Zuhause ist.

Kann es aber nur empfehlen.

 
Hmm, das was Du schreibst, stimmt.

Bei uns haben wir die Arbeitszeit 80:30-40 aufgeteilt. Da meine Frau unregelmässig arbeitet (Krankenhaus), passt es sehr gut.

Wir haben es so, dass wir jeweils für gewisse Tätigkeiten verantwortlich sind: Sie macht beispielsweise die Wäsche und putzt das Bad.

Meine Arbeiten sind zb. Bügeln, Kehrricht, Altpapier und Pflanzen.

Und was dann noch übrig bleibt, ist meist schnell an einem Morgen gemacht, zb. staubsaugen oder abstauben etc. und reicht dann meistens aus, dem Gegenüber einen recht entspannten Abend zu gewährleisten.

So funktioniert das bei uns ganz gut. Und das coole dabei ist, dass je nach Wetter dann trotzdem mal was liegen bleiben darf /emoticons/default_icon/wink.gif.

Es grüsst,

Papo

 
Mein Sohn ist nun 5 Monate alt und ich wünsche mir nichts mehr als mein Pensum zu reduzieren. Ich bin ein leidenschaftlicher Vater und geniesse meinen Sohn fast jede freie Minute, jedoch gerade dieses enge Verhältnis macht es so versammt schwierig jeweils am Montag Morgen wieder zur Arbeit zu fahren. Habe jeweils Frust pur und bin auf die ganze Welt "verruckt" und ehrlichgesagt innerlich auche in wenig eifersüchtig auf meine Frau, welche Zu Hause bleiben kann.

Das Problem ist, dass meine Frau zwar momentan noch 20% arbeitet, doch seit der Geburt durch diverse gesundheitliche Probleme teils nicht mehr arbeiten kann und auch keine Bezahlung hat in dieser Zeit. Ich habe das Szenario mit gesamthaft 100% durchgerechnet und es reicht bei uns knapp nicht... so habe ich schon gar nicht den Mut, mein Pensum nun z.B. auf 90% zu reduzieren? Aber ich bin so einfach nicht glücklich, da ich einfach viel mehr bei meinem Sohn sein möchte... Bin momentan etwas ratlos, was ich tun soll...

 
Bei uns ist es so dass ich 100% arbeite und meine Frau 50%. Anders würde es bei uns momentan nicht wirklich gehen. Natürlich hätte ich lieber mehr Zeit zuhause mit den Kleinen, habe mich aber mittlerweile damit abgefunden das das einfach nicht geht /emoticons/default_icon/confused.gif

 
Hallo

Meiner Ansicht nach hat Jobsharing hat heute 3 Hürden:

1) Den richtigen Partner finden

2) Bereitschaft vom Arbeitgeber

3) Gesellschaftliche Akzeptanz

...unter anderem deshalb haben meine Frau und ich www.teilzeitkarriere.ch vor 2 Wochen lanciert... Damit man wenigstens Schritt 1 (anonym) machen kann...

Und irgendwann -wenn wir 5000 Mitglieder haben und davon 500 von UBS (männlein und weiblein) dann sprechen wir bei Hrn Kurer vor /emoticons/default_icon/smile.gif und erledigen Schritt 2!

Für Schritt 3 haben wir ja avanti-papi.ch, welche ich wirklich supercool finde!

Also - los gehts - Profil und Stellengesuch auf www.teilzeitkarriere.ch erfassten!

Beste Grüsse Andy Keel

 

Statistik des Forums

Themen
27.561
Beiträge
258.007
Mitglieder
31.844
Neuestes Mitglied
Cruiser_SO
Zurück
Oben Unten